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Suunto Zoop Novo oder Suunto D5: welcher Tauchcomputer passt?

Zwei Tauchcomputer desselben Herstellers, beide mit dem gleichen Rechenmodell im Hintergrund, und trotzdem zwei völlig verschiedene Geräte. Das eine ist ein großer Klotz mit Knopfzelle, das andere eine Uhr mit Farbdisplay und Akku.

Wer die Klasse erst einmal grundsätzlich sortiert, findet die Übersicht bei den Tauchcomputern. Hier stehen der Suunto Zoop Novo und die Suunto D5 mit ihren Datenblättern nebeneinander.

Die Kurzantwort
Die Entscheidung fällt zwischen wechselbarer Knopfzelle und Akku mit Ladepflicht.
  • Der Zoop Novo, wenn Verlässlichkeit vor Komfort gehtdicht bis 80 Meter, sehr großes Matrixdisplay mit heller Hintergrundbeleuchtung, fünf Modi samt Apnoe-Timer und eine CR2450-Knopfzelle, die sich überall wechseln lässt
  • Die D5, wenn der Computer auch über Wasser getragen wirddicht bis 100 Meter, hochkontrastiges Farbdisplay, Lithium-Ionen-Akku mit bis zu 12 Stunden im Tauchmodus, drahtlose Druckanzeige über den Tank POD und Bluetooth zur App
  • Beide rechnen mit dem Suunto-Algorithmus und haben zwei Jahre Herstellergarantie

Die zwei Kandidaten

Suunto Zoop Novo

Knopfzelle und großes Display

Der Verlässliche
SUUNTO Zoop Novo Tauchcomputer mit grossem Display, wasserdicht bis 80 mSehr großes Matrixdisplay mit heller Beleuchtung, fünf Modi samt Apnoe-Timer, RGBM-Algorithmus und eine CR2450-Zelle, die selbst gewechselt wird.

Suunto D5

Farbdisplay und Akku

Der Alltagstaugliche
SUUNTO D5 Tauchcomputer mit Farbdisplay, wasserdicht bis 100 mArmbandcomputer mit Farbdisplay, drei anpassbaren Tauchmodi, drahtloser Druckanzeige über den Tank POD und App-Anbindung per Bluetooth.

Die Daten nebeneinander

MerkmalSuunto Zoop NovoSuunto D5
Dichtigkeit80 m100 m
Displaysehr großes Matrixdisplay, einfarbighochkontrastiges Farbdisplay
Beleuchtungextra helle Hintergrundbeleuchtungkeine gesonderte Angabe
StromversorgungCR2450-Knopfzelle, im LieferumfangLithium-Ionen-Akku, wiederaufladbar
Laufzeit im Tauchmoduskeine Angabe, Batteriebetriebbis zu 12 Stunden
Laufzeit als Uhrkeine Angabebis zu 6 Tage
Tauchmodifünf: Luft, Nitrox, Messen, Freitauchen, Ausdrei, dafür einzeln anpassbar
Apnoe-Timerjakeine Angabe
AlgorithmusSuunto RGBMAlgorithmus je Modus einstellbar
Drahtlose Druckanzeigekeine Angabeja, über Suunto Tank POD
DatenübertragungUSB-Kabel, separat zu kaufenBluetooth zur App, dazu DM5 am PC
Protokollspeicherkeine Angabebis zu 99 Tauchgänge
Gehäusemaße66,1 x 66,1 x 26,2 mmkeine Angabe
Armbandkeine Angabe zum Wechselleicht austauschbar
MaterialElastomer und Acrylglaskeine Angabe
Garantie2 Jahre2 Jahre

Werte nach den Herstellerangaben zu genau diesen beiden Geräten. Die Gehäusemaße des Zoop Novo stammen aus der Lieferumfangsangabe des Herstellers; für die D5 ist im Datensatz nur eine Versandabmessung hinterlegt, die das gestreckte Armband einschließt, und deshalb steht dort „keine Angabe“. Aus demselben Grund fehlen die Gewichte bei beiden Geräten. Die Modianzahl ist nicht direkt vergleichbar, weil der Zoop Novo den Aus-Modus mitzählt und die D5 ihre drei Modi einzeln anpassen lässt. Wo eine Seite schweigt, steht „keine Angabe“: Dass zum Protokollspeicher des Zoop Novo nichts vermerkt ist, heißt nicht, dass er keinen hätte. Die Rechnungen weiter unten beruhen auf allgemeinen Erfahrungswerten aus dem Sporttauchen und ersetzen keine Ausbildung und keine Tauchgangsplanung. Die hervorgehobene Zelle ist der bessere Wert, nicht automatisch der wichtigere. Eine fehlende Angabe zählt nicht als Nachteil.

Was aus den Zahlen folgt

Was zwölf Stunden Akkulaufzeit auf einer Tauchreise bedeuten

Die Rechnung mit der Tauchwoche

Ein typischer Tauchgang dauert vierzig bis fünfzig Minuten. Zwölf Stunden Laufzeit im Tauchmodus reichen damit rechnerisch für ungefähr fünfzehn Tauchgänge.

Auf einem Tagesboot sind drei bis vier Tauchgänge am Tag üblich. Die Ladung hält also grob vier Tage, danach muss das Gerät ans Kabel.

Eine Knopfzelle wie die CR2450 arbeitet dagegen über Jahre durch und lässt sich notfalls in jedem Tauchcenter tauschen. Sie meldet sich vorher über die Batterieanzeige.

Praktisch heißt das: Auf einer Safari ohne verlässlichen Strom ist die Knopfzelle im Vorteil. Wer abends ohnehin an einer Steckdose sitzt, merkt vom Laden nichts.

Wofür 80 oder 100 Meter Dichtigkeit stehen

Die Rechnung mit der Sporttauchgrenze

Die Grenze für das Sporttauchen mit Luft liegt bei vierzig Metern, die gängige Brevetierung darunter erlaubt dreißig. Beide Geräte liegen also weit jenseits dessen, was im Wasser passiert.

Der Wert ist trotzdem nicht bedeutungslos, denn Druckdichtigkeit ist eine Reserve, keine Betriebsgrenze. Dichtungen altern, Gehäuse bekommen Schläge, und der angegebene Wert gilt für den Neuzustand.

Achtzig Meter sind bei vierzig Metern maximaler Tauchtiefe das Doppelte, hundert Meter das Zweieinhalbfache. Beides ist reichlich.

Praktisch heißt das: Die zwanzig Meter Unterschied entscheiden nichts. Wer wirklich tiefer will, taucht ohnehin mit Gemischen und braucht dafür einen anderen Computer.

Warum die Ablesbarkeit wichtiger ist als die Funktionsliste

Die Rechnung mit dem Blickwinkel

Unter Wasser fällt schon in zehn Metern Tiefe die Hälfte des Oberflächenlichts weg, in dreißig Metern bleibt oft weniger als ein Fünftel. Rot verschwindet dabei zuerst, Blau am spätesten.

Dazu kommt die Maske: Sie verengt das Blickfeld und vergrößert um etwa ein Drittel, was Nähe vortäuscht. Ein großes einfarbiges Display bleibt unter diesen Bedingungen länger lesbar als ein feines Farbdisplay.

Ein Farbdisplay spielt seine Stärke dagegen an der Oberfläche und im flachen, hellen Wasser aus, wo es Zustände über Farbe statt über Symbole zeigt.

Praktisch heißt das: Für dunkle Gewässer und kalte Seen ist das große helle Display die sicherere Wahl. Für warmes, klares Wasser und die Nutzung als Alltagsuhr die farbige.

Für die Reise
SUUNTO D5 Tauchcomputer mit Farbdisplay, wasserdicht bis 100 mFarbdisplay, drei anpassbare Tauchmodi, bis zu 99 gespeicherte Tauchgänge, drahtlose Druckanzeige über den Tank POD und Bluetooth zur App, dazu ein Armband, das sich austauschen lässt.

Wofür welcher Computer reicht

Nach Einsatz entschieden
Erster eigener Tauchcomputer
Ausdrücklich als Einsteigergerät ausgelegt, alle Werte auf einen Blick.
Tauchsafari ohne verlässlichen Strom
Knopfzelle statt Akku, kein Laden nötig.
Computer wird auch über Wasser getragen
Uhrenmodus bis sechs Tage, Armband wechselbar.
Flaschendruck soll aufs Handgelenk
Drahtlose Übertragung über den Suunto Tank POD.
Dunkles Wasser, schlechte Sicht
Sehr großes Display mit extra heller Beleuchtung.
Logbuch soll aufs Telefon
Bluetooth zur App, bis zu 99 Tauchgänge im Speicher.

Was sonst noch an die Ausrüstung gehört, steht bei den Atemreglern und bei den Tauchflaschen. Wer erst einmal ohne Gerät ins Wasser will, findet das Passende bei den Schnorchelsets.

Wo jedes von beiden gewinnt

Für den Zoop Novo spricht

  • Knopfzelle statt Ladepflicht
  • Sehr großes Display mit heller Beleuchtung
  • Fünf Modi samt Apnoe-Timer
  • Gehäusemaße und Material klar angegeben
  • Displayschutz und Batterie liegen bei

Für die D5 spricht

  • Dicht bis 100 statt 80 Meter
  • Farbdisplay statt einfarbiger Matrix
  • Drahtlose Druckanzeige über den Tank POD
  • Bluetooth zur App, kein Kabel nötig
  • Bis zu sechs Tage Uhrenmodus über Wasser

Die beiden Geräte trennen keine Rechenmodelle, sondern Lebensgewohnheiten. Der Zoop Novo ist ein Werkzeug: groß, hell, mit einer Batterie, die zwei Jahre durchhält und im Zweifel in jedem Tauchcenter der Welt getauscht wird, und mit einem Freitauchmodus, den die teurere Uhr in dieser Form nicht ausweist. Er sieht nach nichts aus, aber er ist bei schlechter Sicht das Gerät, das man schneller abliest. Die D5 ist ein Begleiter: Sie wird nach dem Tauchgang nicht in die Kiste gelegt, sondern angelassen, sie schickt die Tauchgänge selbst aufs Telefon, und mit dem Tank POD zeigt sie den Flaschendruck dort an, wo ohnehin hingeschaut wird. Dafür braucht sie alle paar Tage eine Steckdose, und genau daran entscheidet sich die Frage meistens.

Wenn keines von beiden passt

Drei Wege daneben
Andere Farbe
Suunto Zoop Novo Handgelenk-Tauchcomputer schwarz ohne USB
Wenn dieselbe Technik schlicht in Schwarz gesucht istSuunto Zoop Novo Handgelenk-Tauchcomputer in SchwarzBaugleich zum bunten Modell, ohne beiliegendes USB-Kabel.
SUUNTO Zoop Novo Handgelenk-Tauchcomputer, Zitronengelb
Wenn das Gerät auffallen sollSuunto Zoop Novo Handgelenk-Tauchcomputer in ZitronengelbDieselbe Ausführung in einer Signalfarbe, die im Gepäck schwerer verlorengeht.
Suunto Dive USB-Kabel, für die D-Serie, Zoop Novo und Vyper Novo, Uni
Wenn die Tauchgänge an den PC sollenSuunto Dive USB-Kabel für die D-Serie, Zoop Novo und Vyper NovoDas separat erhältliche Kabel für die Übertragung in die DM5-Software.

Häufige Fragen zu Tauchcomputern

Braucht jeder Taucher einen eigenen Computer?

Ja. Zwei Taucher machen nie exakt dasselbe Tiefenprofil, und die Sättigungsberechnung hängt genau daran. Ein geteiltes Gerät oder ein Blick auf den Computer des Partners führt zu einer Planung, die für den eigenen Körper nicht stimmt. Auch als Zweitgerät zum Leihcomputer ist ein eigener sinnvoll, weil er das Logbuch lückenlos führt.

Was bedeutet der Nitrox-Modus?

Nitrox ist Atemgas mit erhöhtem Sauerstoffanteil, meist 32 oder 36 Prozent. Der Computer muss den eingestellten Anteil kennen, sonst rechnet er falsch, und zwar in beide Richtungen: zu konservativ bei der Grundzeit und zu großzügig bei der Sauerstofftoxizität. Beide Geräte hier können Nitrox, die Einstellung gehört vor jeden Tauchgang geprüft.

Wie oft muss die Batterie gewechselt werden?

Bei Knopfzellenbetrieb je nach Nutzung etwa alle ein bis zwei Jahre. Der Wechsel entscheidet über die Dichtigkeit, weil dabei der Gehäusedeckel und sein Dichtring geöffnet werden, und deshalb ist die Fachwerkstatt die sichere Wahl. Wer selbst wechselt, tauscht den Dichtring gleich mit.

Was ist der Freitauch- oder Apnoe-Modus?

Er misst Abtauch- und Oberflächenzeiten in kurzen Intervallen, statt eine Sättigung über einen langen Tauchgang zu berechnen. Für Apnoetraining ist das der richtige Modus, denn dort zählen Wiederholungen und Pausen. Wer nur mit Gerät taucht, braucht ihn nicht.

Darf man am Tauchtag noch fliegen?

Nein, nach dem letzten Tauchgang gilt eine Wartezeit, üblicherweise mindestens zwölf Stunden nach einem einzelnen und vierundzwanzig Stunden nach mehreren oder Dekompressionstauchgängen. Der Computer zeigt die verbleibende Sperrzeit dafür an, und diese Anzeige ist der maßgebliche Wert, nicht das Bauchgefühl. Der Kabinendruck im Flugzeug entspricht mehreren tausend Metern Höhe und kann gelöstes Gas wieder ausperlen lassen.

Die Entscheidung in einem Satz

Fazit
8,5/10Der Verlässliche

SUUNTO Zoop Novo Tauchcomputer mit grossem Display, wasserdicht bis 80 m

Als erster eigener Tauchcomputer und für alles, was in trübem oder kaltem Wasser stattfindet, ist der Zoop Novo die vernünftigere Wahl: ein sehr großes, hell beleuchtetes Display, das man auch bei schlechter Sicht sofort abliest, fünf Modi samt Apnoe-Timer und eine CR2450-Knopfzelle, die über Jahre läuft und sich auf jeder Reise tauschen lässt. Die Suunto D5 ist die bessere Wahl für alle, die den Computer auch über Wasser tragen wollen: Farbdisplay, bis zu sechs Tage Uhrenmodus, Logbuch per Bluetooth aufs Telefon und der Flaschendruck über den Tank POD direkt am Handgelenk. Die zwanzig Meter mehr Dichtigkeit sind dabei kein Argument, die Stromversorgung ist es.
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