SUP-Board Pflege und Lagerung: So hält das Board Jahre
Aufblasbare SUP-Boards halten viele Jahre, wenn zwei Dinge stimmen: Sie werden trocken eingepackt und nicht in der Sonne gelagert. Fast jeder vorzeitige Defekt geht auf einen dieser beiden Punkte zurück.
Nach jeder Ausfahrt
- Abspülen: Salzwasser und Algen mit Süßwasser abspülen. Salz kristallisiert in den Nähten und arbeitet dort mechanisch gegen die Verklebung.
- Trocknen: Board aufgepumpt in den Schatten legen, bis es wirklich trocken ist. Ein feucht eingerollter Boardkern riecht nach zwei Wochen und lässt sich kaum retten.
- Deckpad prüfen: Sand unter dem Pad scheuert. Einmal mit der Hand abfegen genügt.
- Finne abnehmen: Sie verbiegt in der Tasche und bricht dort häufiger als im Wasser, siehe SUP-Finne Test.
- Leash kontrollieren: Manschette, Kabel und Drehwirbel altern durch UV, siehe SUP-Leash Test.
Aufgerollt oder aufgepumpt lagern?
Beides funktioniert. Wer Platz hat, lagert das Board leicht aufgepumpt mit etwa 3 bis 5 PSI liegend oder an der Wand, das schont die Klebekanten. Wer keinen Platz hat, rollt es locker auf, nicht so straff wie im Rucksack, und legt nichts darauf.
Wichtig ist in beiden Fällen der Ort: kein direktes Sonnenlicht, keine Heizung daneben, keine Feuchtigkeit. UV macht PVC spröde, Wärme weicht den Kleber auf. Ein Kellerraum bei zehn bis zwanzig Grad ist ideal. Der Rucksack selbst sollte ebenfalls trocken bleiben, siehe SUP-Rucksack Test.
Kleine Schäden
Kratzer im PVC sind kosmetisch und stören nicht. Kritisch wird es erst, wenn Luft entweicht. Ein Leck findest du mit Seifenwasser auf dem aufgepumpten Board: an der undichten Stelle bilden sich Blasen. Wie es dann weitergeht, steht im Ratgeber zum Reparieren des SUP-Boards.
Das Ventil ist die zweithäufigste Ursache für Druckverlust. Meist reicht es, den Ventilkörper mit dem mitgelieferten Schlüssel nachzuziehen. Passiert das nicht, verliert das Board über Stunden Druck, ohne dass ein Loch existiert.
Häufig gestellte Fragen
Darf ein SUP-Board im Auto bleiben?
Kurzzeitig ja, im Hochsommer besser nicht. Im aufgeheizten Kofferraum steigt der Innendruck deutlich und die Materialtemperatur ebenfalls. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, vorher Luft ablassen.
Muss ich das Board über Winter aufpumpen?
Nicht zwingend. Leicht aufgepumpt gelagert bleiben die Kanten in Form, aufgerollt spart es Platz. Entscheidend ist, dass es trocken und dunkel steht.
Wie lange hält ein aufblasbares SUP-Board?
Bei ordentlicher Pflege fünf bis zehn Jahre. Die Grenze setzt meist der Kleber an den Rails, nicht die Außenhaut.
