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SUP-Regeln in Deutschland: Was auf dem Wasser gilt

Stand-up-Paddling ist in Deutschland weitgehend frei, aber nicht regellos. Wer weiß, wo die Grenzen liegen, spart sich Ärger mit der Wasserschutzpolizei und mit Naturschutzbehörden.

Wo darf man paddeln?

Auf den meisten Binnenseen und auf Bundeswasserstraßen ist Stand-up-Paddling erlaubt. Eingeschränkt wird es an drei Stellen: in Naturschutzgebieten und Schilfzonen, in ausgewiesenen Badebereichen und in Häfen sowie Schleusenbereichen. Örtliche Befahrensregelungen gehen dabei immer vor, sie hängen üblicherweise am Einstieg aus.

Auf Bundeswasserstraßen gilt das SUP als Kleinfahrzeug ohne Antriebsmaschine. Daraus folgt vor allem eines: Du bist ausweichpflichtig gegenüber der Berufsschifffahrt und musst dich von Fahrrinnen fernhalten.

Ausrüstung und Pflichten

  • Schwimmweste: Auf Binnenseen meist nicht vorgeschrieben, auf Bundeswasserstraßen und im Küstenbereich dringend empfohlen, siehe Schwimmwesten Test.
  • Leash: Keine allgemeine Pflicht, aber auf offenem Wasser der wichtigste Ausrüstungsgegenstand, siehe SUP-Leash Test.
  • Licht bei Dunkelheit: Bei Nacht und schlechter Sicht ist ein weißes Rundumlicht vorgeschrieben, sobald du auf einer Wasserstraße unterwegs bist.
  • Kein Führerschein: Für ein SUP ohne Motor braucht es keine Fahrerlaubnis, unabhängig von der Größe des Boards.
  • Alkohol: Auch auf dem Board gelten die Regeln der Schifffahrt. Wer betrunken paddelt, riskiert dieselben Konsequenzen wie auf einem Boot.

Küste und Meer

An Nord- und Ostsee kommen Gezeiten und ablandiger Wind dazu. Ablandiger Wind ist der Klassiker unter den Rettungseinsätzen: Auf dem Wasser merkt man ihn kaum, zurück kommt man aber nicht mehr. Deshalb gilt an der Küste immer: Erst gegen den Wind hinaus, mit dem Wind zurück.

Ein Handy in einer wasserdichten Handytasche ist an der Küste kein Zubehör, sondern Sicherheitsausrüstung. Bei kaltem Wasser gehört zusätzlich Kälteschutz dazu, siehe Trockenanzüge für Paddler.

Rücksicht als ungeschriebene Regel

Schilfgürtel und Flachwasserzonen sind Kinderstube für Fische und Vögel. Ein SUP kommt dort hin, wo Boote nicht hinkommen, und genau das ist das Problem. Abstand halten, nicht durchs Schilf fahren und Brutgebiete im Frühjahr meiden, das erhält die Freiheit, die der Sport bisher hat.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich eine Schwimmweste beim SUP?

Auf den meisten Binnenseen nicht verpflichtend. Auf Bundeswasserstraßen und an der Küste ist sie dringend zu empfehlen, in einigen Bundesländern gibt es zusätzlich örtliche Vorgaben.

Darf ich mit dem SUP überall an Land gehen?

Nein. In Naturschutzgebieten und an privaten Ufern ist das Anlanden häufig untersagt. Öffentliche Badestellen und ausgewiesene Einstiege sind der sichere Weg.

Gilt eine Promillegrenze?

Auf Wasserstraßen gelten die Regeln der Binnenschifffahrt. Wer auffällig fährt, muss auch auf einem Paddleboard mit einer Kontrolle rechnen.

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